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Deskriptiver Jahresbericht 2026 des Implantatregisters SIRIS Wirbelsäule.

SIRIS Wirbelsäule_Jahresbericht 2026

Zusammenfassung

Der deskriptive Jahresbericht des Implantatregister SIRIS Wirbelsäule ist ab sofort für den DOWNLOAD bereit.
Dieser Bericht kann ebenfalls über den ANQ bezogen werden >LINK

Der vorliegende Bericht zeigt im Sinne der vorläufigen Ergebnisse anonymisiert die Kaplan-Meier-Kurven der kumulativen Reoperations und Revisionsraten, eine Trichtergrafik zu den Duraläsionsraten nach Spital und Klinik, Ergebnisse der elektronischen Patient-reported Outcome Measures (ePROMs) prä- und postoperativ sowie eine Trichtergrafik zu den Reoperati-ons- und Revisionsraten nach Implantat. 

Ab Januar 2025 wurden die Einschlusskriterien erweitert. Sie schliessen alle Implantat-assoziierten Operationen sowie ihre Reoperationen und Revisionen an der Lendenwirbelsäule ein. 79 Spitäler und Kliniken nahmen im Jahr 2025 an der Registrierung teil. Sie erhalten Quartals- und Jahresberichte mit vergleichenden deskriptiven Auswertungen zum gesamten Datenpool. 

Insgesamt wurden im Jahr 2025 10’426 Operationen von 9'487 Patientinnen und Patienten registriert. In der vierjährigen Periode davor (2021-2024) wurden 19'331 Operationen von 17'407 Pa-tientinnen und Patienten registriert. Somit schliesst das Register heute die Daten über 29'757 Operationen bei 26'350 Patientinnen und Patienten ein. Bei diesen Operationen wurden 179’880 Implantate von 76 Herstellern (im Durchschnitt 6 Implantate pro Operation) erfasst. 

Der Grossteil der Operationen entfällt auf degenerative Erkrankungen (57.2%) gefolgt von pathologischen Frakturen (11.0%) und nicht-degenerativen Spondylolisthesen (4.9%). 

Ältere Patientinnen und Patienten wurden deutlich häufiger registriert; der Anteil an über 50-jährigen Patientinnen und Patienten betrug 87.6%. Frauen wurden etwas häufiger operiert als Männer (57.8%). Die meisten Patientinnen und Patienten waren Nichtraucher (77.1%). Übergewicht oder Adipositas lag bei 61.3% der Patientinnen und Patienten vor. Von den Kategorien der ASA-Klassifikation wurde die Kategorie 2 (leichte Allgemeinerkrankung) mit 51.1% am häufigsten angegeben. Der am meisten benutzte Zugang war derjenige über die Mittellinie (69.4%). In 47.6% der Fälle wurde eine transforaminale lumbale interkorporelle Fusion (TLIF) durchgeführt. 

Für 6.8%1 der registrierten Primäroperationen (0.1% weniger als im Vorjahr) wurde eine Reoperation oder Revision am gleichen oder angrenzenden Segment registriert. Aktuell sind die Daten und im speziellen die Reoperations- und Revisionsrate unter Vorbehalt zu interpretieren, da eine systematische Validierung der registrierten Operationszahlen der Spitäler und Kliniken erst ab dem Jahr 2025 erfolgt. Es ist davon auszugehen, dass sich die Reoperations- und Revisionsrate in den kommenden Jahren ändern wird; dies unter anderem aufgrund der geplanten Massnahmen zur Validierung der Operationszahlen und zur Erhöhung der Erfassungsquote der Registrierung. Zukünftig gilt es, die Daten laufend zu validieren und herauszuarbeiten, ob und gegebenenfalls wie die Reoperations- und Revisionsraten reduziert werden können.

Die Ergebnisse der ePROMs aus den Spitälern und Kliniken, die diese fakultative Erfassung wahrnehmen, zeigen eine klinisch relevante Verbesserung der Rücken- und Beinschmerzen sowie des funktionellen Core Outcome Measures Index (COMI)-Scores, der Lebensqualität und des selbstbeurteilten Gesundheitszustands von prä- zu postoperativ; unabhängig vom Opera-tionstyp. 
SIRIS Wirbelsäule ist neben dem Belgischen nationalen Wirbelsäulenregister2 eines der ersten obligatorischen, flächendeckenden Implantatregister für Wirbelsäulenoperationen auf internationaler Ebene. Es leistet auf diesem Gebiet Pionierarbeit und wird laufend weiterentwickelt. Nachdem sich die Registrierungsprozesse in den Spitälern und Kliniken etabliert haben und die Daten für vertiefte Auswertungen zur Verfügung stehen, sollen in der nächsten Phase die Qualität und die Aussagekraft der Daten genauer beobachtet und schrittweise verbessert sowie vertiefte Datenanalysen und Metriken etabliert werden.

Es ist davon auszugehen, dass die Qualität des Registers durch die geplanten und laufenden Weiterentwicklungen – wie der Ein-schluss aller Implantat-assoziierten Operationen an der Lendenwirbelsäule ab dem Jahr 2025, die Monitorings vor Ort, ePROMs und vertiefte Analysen der Implantatdaten – zunehmen wird und es dadurch zu einem nationalen und internationalen Projekt von hohem Wert wird. 

1 Da in der Periode 2021-2024 keine systematische Validierung der registrierten Fallzahlen der Spitäler und Kliniken erfolgte, ist diese Reoperations- und Revisionsrate nicht validiert. Es ist davon auszugehen, dass sich die Reoperations- und Revisionsrate in den kommenden Jahren verändern und mit den geplanten Massnahmen zur Erhöhung der Erfassungsquote der Registrierung möglicherweise steigen wird.

2 Belgisches Wirbelsäulenregister. (August 2025) URL: https://data.gov.be/de/datasets/393bf6ce-197d-4d09-916a-ae2311f99257


Für weitere Informationen stehen wir Ihnen wie folgt zur Verfügung: 
für den Registerbetrieb und EUROSPINE: siris-spine@eurospine.org
für den ANQ: Oliver Pahud, oliver.pahud@anq.ch
für die SIRIS-Stiftung: Jasmin Vonlanthen, jasmin.vonlanthen@siris-implant.ch