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Ein Jahr SIRIS Schulter – Erste Erkenntnisse aus dem nationalen Implantatregister

 
Seit der Einführung von SIRIS Schulter am 1. Januar 2025 und der verpflichtenden Registrierung ab dem 1. Juli 2025 hat sich das Register erfolgreich etabliert. Bereits im ersten Jahr wurden über 4'500 primäre Schulterprothesen sowie mehr als 400 Revisionsoperationen aus 123 Schweizer Spitälern und Kliniken erfasst.

Die ersten Auswertungen zeigen eindrücklich die heutige Versorgungsrealität in der Schweiz: Die inverse Schulterprothese macht mittlerweile rund 90 % aller implantierten Schulterprothesen aus. Gleichzeitig werden moderne Technologien zunehmend eingesetzt – bereits bei rund 44 % der Eingriffe kommen dreidimensionale Planungsverfahren oder andere fortgeschrittene Planungstechniken zum Einsatz.



Obwohl sich das Register noch in einer frühen Phase befindet, liefern die Daten bereits wertvolle Erkenntnisse zur Versorgungsqualität. Erste Analysen der verknüpften Revisionen zeigen, dass Infektionen und Instabilitäten die häufigsten Ursachen für frühe Revisionsoperationen darstellen. Zudem deuten die bisherigen Ergebnisse darauf hin, dass insbesondere Frakturindikationen und Rotatorenmanschetten-defiziente Schultern ein erhöhtes Risiko für frühe Instabilitäten aufweisen.

Mit der weiter steigenden Vollständigkeit der Datenerfassung wird SIRIS Schulter künftig belastbare Aussagen zur Implantatüberlebensrate, zu implantatspezifischen Ergebnissen sowie zu patientenbezogenen Risikofaktoren ermöglichen. Damit leistet das Register einen wichtigen Beitrag zur kontinuierlichen Qualitätsentwicklung und zur weiteren Verbesserung der Schulterendoprothetik in der Schweiz. 
 

Konzept, Formulare und Reglemente
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